Die Sache mit der Ordnung

Es gibt Tage da tanzt mein kleiner Wutteufel Samba. Leider oft grundlos. Der Wutteufel wird angefacht von sinnlosen Grundsatzdiskussionen die sich meistens um Ordnung drehen. Mir wurde von klein auf Nahe gelegt, dass man vom Boden immer Essen können sollte und die Schränke immer frei von Staub glänzen. Die Küche sieht immer nett und adrett aus, auch wenn darin gerade leidenschaftlich gekocht wird.

Seit ich Mutter bin hat sich mein Blick für Ordnung ein bisschen besänftigt. Das Kinderzimmer muss zwar sauber aber nicht rein sein und Chaos ist dort auch erlaubt. Kinder haben Spaß daran alles aus und wieder einzuräumen (meistens überwiegt ausräumen). Das ist auch gut so.

Leider kommt der Herr Vater aus einem Haushalt, in dem die Ordnung gerne mal schief hängt und ihm viel hinterher geräumt wurde. Sein Blick für Ordnung ist ein anderer wie meiner. Er findet sich gut zurecht in seinem Chaos und auch das ist okay. Es feuert nur täglich meinen Wutteufel an.  Ich räume ihm hinterher und er versteht nicht warum ich das mache. Unser Bewusstsein geht bei diesem Thema einfach in zu verschiedene Richtungen. Aber sowohl ich, als auch er haben uns damit abgefunden. Ich werde ihm wohl immer etwas zu gründlich sein und er für mich immer ein kleiner Schlamper. Dabei muss ich direkt an Ying und Yang denken, Schwarz und Weiß oder Gegensätze ziehen sich an. Wie auch immer langweilig wird uns nicht.

Grüße von der Kurzen

Die Sache mit dem Gewicht

Die Kurze ist ziemlich genau 160cm klein und wiegt dabei ca 57kg. Gutes Gewicht denken vielleicht ein paar von euch. Ja es ist okay aber es wahr nicht immer so. Mehrmals schon habe ich die 70er Marke gesprengt und war dann eher Typ Hefekloß als Typ Sanduhr .

Bei meinem Abnehmen hab ich schon einiges durch. Friss die Hälfte, zähl Kalorien, mach Low Carb, friss schlimme Sachen aber mach genug Sport und dann als letztes noch Weight Watchers. Am besten abgenommen habe ich mit letzterem und das schon zwei Mal…Genau, zwei Mal. Vor ziemlich genau 2 Jahren habe ich dank Weight Watchers 10kg abgenommen, habe dann aber wieder 15kg zugelegt (Hallo Jojo). Bis Januar 17, da habe ich wieder mit Weight Watchers begonnen und bis heute eben diese 15kg wieder verloren. Jetzt höre ich langsam wieder mit dem zählen auf. Ich habe mich dabei ertappt fast täglich auf der Waage zu stehen und mein Spiegelbild ein wenig zu kritisch zu begutachten. Anstatt dessen gehe ich nun 3x die Woche in ein Fitnessstudio, stehe kaum noch auf die Waage und zähle nurnoch grob meine „Punkte“ (oder Kalorien, man nennt es bei dem System von Weight Watchers nur Punkte und gerechnet wird da auch ein wenig anders).

Nun stelle ich mir oft die Frage wie wichtig ist denn Gewicht ? Bei meinem letzten halben Jahr hat es viel geprägt. Mit sinkendem Gewicht stieg mein Selbstbewusst sein und mein Kontostand wurde kleiner dank einigen Shopping-Tagen. Nun bin ich an dem Punkt angekommen, an dem mein Partner sagt ich sehe gut aus, ich finde mich auch besser. Mein Zielgewicht habe ich aber nicht erreicht. Daran habe ich mich zu sehr verbissen. Fast 1 Monat war ich sauer, dass nichts mehr passiert.

Jetzt aber sage ich Adieu Waage und Hallo Hanteln. Wenn abnehmen eben nicht mehr geht und soll, dann wird der Körper nun geformt. Gewicht ist nicht alles. Vergleicht man 65kg trainiert und 65kg untrainierte Körper werden immer die 65kg besser aussehen, die mehr Muskelmasse haben.

Und sind wir mal ehrlich, es gibt Dinge wie meine geliebte Schokolade, auf die verzichte ich nicht nur um so auszusehen wie uns die Medien immer vorgaukeln. Ich liebe mich, mein Mann liebt mich und der Rest der Welt braucht es nicht zu interessieren. Seit stolz auf euch, auf eure erreichten Ziele und lasst euch nicht von Menschen beeinflussen die ihr eventuell nicht mal kennt. Ihr seit alle so schön und perfekt wie ihr seit, liebt euch selber und tragt das nach außen und ich verspreche euch die Welt liegt euch zu Füßen 😉

Grüße die Kurze

 

 

 

Die Sache mit der Ungeduld

Geduld zu erlernen ist eine schwierige Sache. Manchen gelingt das besser und manchen schlechter. Meine Wenigkeit gehört zu der ungeduldigen Fraktion.

Wenn ich meinen Tag heute Revue passieren lasse hätte mir öfters mal ein wenig Geduld gut getan. Das fängt schon morgens an, rote Ampeln, Stau…und dabei muss man doch den Nachwuchs rechtzeitig im Kindergarten abgeben und dann pünktlich bei der Arbeit erscheinen. Bei der Mittagspause geht es gerade so weiter, der Magen knurrt ( macht die Geduld nicht wirklich größer) und die Oma vorne an der Kasse zählt Minuten lang ihr Kleingeld. Wenn der Arbeitstag dann überstanden ist, welch ein Wunder; Erneutes Verkehrschaos und der Nachwuchs der ebenfalls zeitnah abgeholt werden sollte.

Mit der Geduld im Alltag ist es jedoch noch lange nicht getan. Man wartet auf vieles. Wann geht es endlich los in den Urlaub? Wie lange dauert es bis das Auto repariert ist? Wieso verspätet sich die Lieferung meines lang ersehnten Paketes ? Wann bekommt man endlich eine Gehaltserhöhung ?

Streckenweise verlieren wir vor lauter Ungeduld auch mal die Fassung. Doch sind wir mal ehrlich; wozu das Ganze ? Die Ampel wird nicht schneller Grün nur weil wir das wollen und die Oma an der Kasse wird ihr Kleingeld schon schnell genug finden.

Wir hetzen durch unseren Alltag und machen uns dabei selber noch unnötigen Stress weil wir Ungeduldig sind. Manche Gegebenheiten lassen sich nicht ändern. Ich habe mir fest vorgenommen mich das nächste Mal zu besinnen wenn mir alles mal wieder zu langsam geht, um meine eigenen Nerven zu schonen.

Grüße die Kurze

 

Die Sache mit dem Nachwuchs und den Ferien

Die Kindergarten Ferien stehen kurz bevor. Meine Gedanken dazu sind klar, ich freue mich sehr darauf, nehmt den folgenden Text also nicht ganz so ernst. 

 

Yuhu die Ferien stehen an. Die Schule hat zu, die Kindergärten schließen ebenfalls die Tore für einige Zeit. Hier auf dem Land hat der Kindergarten ganze 3 Wochen geschlossen. Im Umkehrschluss haben die meisten Eltern auch Urlaub. Die Freude ist groß, endlich ausschlafen, kein abhetzen am frühen Morgen. Ruhe liegt in der Luft. Zumindest bis um halb 7 Uhr morgens. Eltern freuen sich aufs ausschlafen, der Nachwuchs aber hat eine antrainierte innere Uhr und steht zur gewohnten Zeit neben dem Elternbett. Action bitte !

Der müde Gedanke der schlaftrunkenen Elternschaft klammert sich an die Hoffnung nun wenigstens einen entspannten Morgen zu verbringen. Erstmal in Ruhe wach werden und frühstücken. Brunchen wäre auch schön gewesen… Keine 10 Minuten nach dem Aufwachen aber hat nun der Nachwuchs Hunger, hungriger Nachwuchs bedeutet nichts gutes, also schwingt man sich in die Küche um ein schnelles Brot zu schmieren. Der Nachwuchs möchte aber kein Brot, er möchte Pfannkuchen oder besser noch Waffeln, mit Nutella. Selbstverständlich.

Irgendwann, 100 Puzzle, 2 Eisenbahnstrecken und einer angemalten Wand später, ist der Morgen überstanden und der Mittag steht bevor, es wird gekocht und gegessen. Was sollte man nun mit dem restlichen Tag anstellen. Irgendwie sind alle schon wieder müde. Aber es sind Ferien und der Nachwuchs möchte etwas erleben. Man könnte ja ins Freibad gehen, immerhin ist Sommer und das muss man ja ausnutzen. Im Freibad angekommen, welch Überraschung, Menschenmengen kämpfen um einen qm² Wasser pro Kopf. Auf die Idee kamen noch andere Eltern. Hauptsache der Nachwuchs hat Spaß und schläft später gut.

Wiederum einige Stunden später kommen alle geschafft nach Hause, das Chlor muss abgewaschen werden also alle einmal duschen bitte. Ist auch das geschafft und die Überschwemmung im Badezimmer behoben, geht es ans Abendessen.

Ende des Tages ; Der Nachwuchs liegt strahlend im Bett und spricht die Worte, welche sich wie Balsam um das Herz der Eltern legen :“ Danke für den schönen Tag, ich hab euch lieb“ . Und so wird sich auf den nächsten entspannten, ruhigen, ausgeglichenen Ferientag vorbereitet und schonmal überlegt wie man den Nachwuchs nun morgen glücklich machen kann.

Schöne Ferien!

Grüße von der Kurzen

 

Die Sache mit der Berufswahl

Feuerwehrmann, Polizist, Tierarzt, Prinzessin.

So viele Berufsträume von Kindern. So wenige gehen in Erfüllung. Man geht in den Kindergarten, kommt irgendwann in die Grundschule und da fängt sich die Mühle an zu drehen. Langsam aber stetig. Spätestens bei der Wahl der weiterführenden Schule wird man in Klassen eingeteilt. Die Guten ins Töpfchen, die schlechten ins Kröpfchen und dann gibt es da noch die, die weder richtig gut noch richtig schlecht sind. Mir war das damals egal ob ich aufs Gymnasium gehe oder nicht, hauptsache viele meiner Freunde sind in der gleichen Klasse. Wenn ich heute darauf zurückblicke kann diese Einstufung die erste Türe sein die sich öffnet oder eben schließt.

Die weiterführende Schule überlebt hat man dann, wenn es gut läuft, irgendeinen Abschluss in der Tasche. Wenn eben nicht, gehen viele Türen der Gesellschaft zu, egal aus welchen Gründen der Abschluss nicht geschafft wurde. Der ganze Rest soll bitte nun eine Lehre machen oder studieren. Hierfür muss man zwangsläufig wissen in welche Richtung es im Leben gehen soll. Diese essenzielle Entscheidung wird bei den meisten Menschen also mit einem Alter von nicht mal, oder geradeso 18 Jahren getroffen. Kaum einer weiß genau wo er mit 40 im Leben stehen möchte, aber jeder muss sich zwangsläufig entscheiden. Bei manchen bitte sofort (Eltern sei Dank), andere nehmen sich ein Jahr Bedenkzeit.

Die Grundidee der schulischen Laufbahn ist sicher nicht verwerflich, hat aber großen Lücken und fordert viel zu junge Menschen auf viel zu große Wahlen zu treffen. Manche passen nicht so ganz in das System und werden eben direkt abgewunken. Am Ende findet jeder mehr oder minder leicht seinen Weg zum Beruf. Nicht alle werden damit auf ewig glücklich sein.

Ich, mittlerweile 22 Jahre, konnte mich auch ewig nicht entscheiden wo die Reise hingehen soll und bin mir dessen auch bis heute nicht ganz sicher.

Grüße von der Kurzen

 

Die Sache mit der Angst

Jeder hat Angst, das ist unumstritten. Sowohl Menschen als auch Tiere. Wir alle wissen auch das uns die Angst schützen soll vor all dem Unheil in der Welt. Das ist auch generell sehr sinnvoll. Dann gibt es da aber auch noch Ängste die uns nicht immer beschützen; die Prüfungsangst vor wichtigen Klausuren, die Angst vor dem Gespräch mit dem Chef und die Verlustangst sind nur wenige davon. Wofür ist das nun gut? Die Prüfung verhauen wir nur wenn nicht gelernt wurde, der Chef wird uns garantiert nicht fressen und Verlust gehört zum Leben dazu.

In unserer Zeit kommen da noch weit mehr Ängste dazu, welche vor denen uns sowieso niemand beschützen kann. Terror ist da nur ein sehr kleiner Bereich. Krieg, Armut, seltsame Politiker usw. Dinge über die sich jeder mal Gedanken macht und dabei auch Angst verspürt. Angst die wir uns nur selber nehmen können mit positiven Gedankengängen wie zum Beispiel, dass uns selbiges nie widerfahren wird. Ein Schutz aus einer positiven Gedankenmauer in unserem Kopf.

Ist Schutz denn aber immer das Richtige ? Ich denke nein. Es gibt Dinge vor denen kann man sich nicht schützen und Ängste die muss man durchstehen. Wir alle wachsen daran wenn wir uns den unangenehmen Dingen im Leben stellen. Ob nun der 30-jährige mit Höhenangst Fallschirm springt oder die Angestellte erhobenen Hauptes ihrem Vorgesetzten die Meinung geigt.

Manchmal ist eben alles was Mann oder Frau braucht ein klein wenig Mut.

 

Grüße von der Kurzen